Chom breng en hei – Matchbericht

Im fast ausverkauften Stadion „Auenhalle“ im Aarauer Stadtteil Rohr konnten wiederum Blasmusikbegeisterte Besucherinnen und Besucher ein sehr anspruchsvolles und mitreissendes Unterhaltungskonzert erleben.

Das diesjährige Motto stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Fussball-Europameisterschaft in Frankreich. Mit bekannten Titelmelodien vergangener Fussball-Grossereignissen präsentierten die Rohrer Musikanten unter der langjährigen und präzisen Taktstockführung von Fritz Schaub einen mit Herzblut einstudierten musikalisch hoch stehenden Unterhaltungsabend.
Das von der Musikkommission ausgewählte und von den Musikanten solide gespielte Konzertprogramm wurde von der Zuhörerschaft als sehr Unterhaltsam bewertet.
Die charmante und sprachgewandte Radio Basilisk-Moderatorin Eliane Stocker verstand es, das auf Fussball ausgerichtete musikalische Repertoire gekonnt anzusagen.

Mit dem, in vielen Fussballstadien gespielten Te Deum, besser bekannt als Eurovisionssong und dem sehr harmonisch gespielten Go West wurde der musikalische Fussballabend eröffnet.
Als Solotrompeter begeisterte Martin Wildi die Zuhörer mit My Way gekonnt auf sehr eindrückliche Art in hohen und tiefen Tonlagen. Nach Is This The Way To Amarillo und dem von Udo Jürgens viel besungenen Buenos Dias Argentina ging der erste Konzertteil zu Ende.

20 Minuten Pause, Losverkauf mit attraktiven Preisen und eine gut funktionierende Küchenmannschaft unter der Leitung des erfahrenen Küchenchefs Willi Kaspar erfüllten die kulinarischen Erwartungen der Konzertbesucher voll und ganz.

Der zweite Teil des musikalischen Fussballabends überraschte durch die, im Hintergrund eingespielte Nationalhymne und dem speziellen Einmarsch. Jeder Musikant, jede Musikantin in rot-schwarzem Outfit, an der Hand ein Nachwuchsfussballer des Junioren-FC Rohr, genau wie an einem Fussballländerspiel. Eine Augenweide für die Konzertbesucher, ein Gaudi für die Jungfussballer.
Gespannt waren die Besucher nun auf Chom breng en hei, ein von Baschi in den Fussballstadien viel besungener Hit. Als Gesangseinlage überraschte auch eine Gruppe Musikanten mit trainierten Stimmbändern.

Ein weiterer Höhepunkt war You´ll Never Walk Alone. Der Protagonist dieses Posaunensolos war Max Sidler mit einem eindrücklichen Posaunensound. Als langjähriges Mitglied bei den Aarauer Turmbläsern kennt man auch dort seine musikalischen Spieleigenschaften. Die Begleitspieler in diesem nicht einfach zu spielenden Musikstück kamen rhythmisch an die Grenzen des Machbaren. Damit sie nicht ins Offside abdrifteten, kämpfte der versierte Spielleiter Fritz Schaub mit erfahrenem Taktgefühl erfolgreich dagegen.

Weiter ging das Programm mit Samba de Janeiro. Optisch und mit einem Hauch Erotik ergänzten die beiden versierten Sambatänzerinnen den gut gespielten Sambasound. Eine Wiederholung war da vorprogrammiert. Es folgte We Are The World, ein ab dem Jahr 1985 von Michael Jackson erfolgreich besungener Hit. Auch die Darbietung I Will Survive verlangte von jedem Spieler volle Konzentration. Ebensolche war dem Schlagzeuger Marc Bircher nicht gegeben, da er zu früh einsetzte, und dafür vom Spielleiter die gelbe Karte erhielt, was das Publikum sehr amüsierte.

Der Präsident Bruno Widmer schaltete sich kurz ein. Mit treffenden Worten dankte er allen, die am Gelingen dieses Anlasses beteiligt waren. Vor allem bedankte er sich beim Dirigenten Fritz Schaub für seinen grossen Einsatz. Ein verdientes Präsent wurde dem Dirigenten und der Moderatorin übergeben.

Der übereifrige Schlagzeuger erhielt nach einem weiteren nicht programmgemässen Trommelwirbeleinsatz vom Spielleiter eine zweite gelbe Karte, und wurde somit mit „gelb-Rot“ vom Platz gestellt und musste die Bühne verlassen. Anschliessend nahm das offizielle Programm mit The Final Countdown und einer eindrücklichen musikalischen „Fussball-Ambiente“ seinen geglückten Abschluss.
Der Marsch „Adelboden-Lenk….dänk“ war eine der Zugaben, die ja kommen musste. Mit dem Geburtstagsmarsch „Happy Birthday“ wurde allen Geburtstagsjubilaren, vor allem aber dem treuen Musikanten Heinz Wälti, der an diesem Abend einen hohen aber noch vitalen Geburtstag feiern konnte.

Was die Rohrer Musikgesellschaft, mit zum Teil minimalen Registerbesetzungen immer wieder vollbringt, das wird viel bewundert. Von jedem Spieler wird Volleinsatz abverlangt.
Gross ist auch die Akzeptanz bei der Bevölkerung des Aarauer Stadtteils Rohr. Man freut sich bereits auf die nächsten Auftritte der „Rohrer Musig“.

Weitere Bilder im Fotoalbum.

Text: Franz Meyer, Martin Wildi
Fotos: Kurt Hüppeler